der digita › Entwicklung

Die Entwicklung des Wettbewerbs
 
Der digita passt sich dem stetigen Wandel des Marktes für Bildungsmedien an, um den aktuellen Entwicklungen gerecht werden zu können. Dies lässt sich an einer Reihe von Veränderungen nachvollziehen, die Veranstalter und Jury im Laufe der Jahre beschlossen:

 
 

Der Name

In den ersten 13 Wettbewerbsjahren firmierte der digita unter der Bezeichnung Deutscher Bildungssoftware-Preis. 2008 benannten die Organisatoren den digita in Deutscher Bildungsmedien-Preis. In den vorangegangenen Wettbewerben war die Zahl der sogenannten Hybridangebote oder Lernsysteme mit einer Kombination aus herkömmlichen Medien und Bildungssoftware angestiegen. In öffentlichen wie internen Diskussionen setzten sich die Veranstalter des digita mit der Frage auseinander, inwieweit z. B. Schulbücher mit begleitender CD-ROM oder Website als "Bildungssoftware" anzusehen sind. Spätestens mit dem Sonderpreisträger 2007 "Master Class" der Schott Music GmbH, einem DVD-Angebot, das auch ohne Computer über DVD-Player und Fernseher eingesetzt werden kann, verschwammen die Grenzen zwischen "klassischer" Software und anderen Medien. Um die inhaltliche Breite des digita zu verdeutlichen, aber auch um allen Angeboten bereits in der Namensgebung des Preises gerecht zu werden, ist der digita seither der Deutsche Bildungsmedien-Preis. Der Fokus auf digitale Medien bleibt dabei erhalten, nicht zuletzt aufgrund des hohen Stellenwerts der Digitalisierung im Medienbereich. Deshalb können nur Produkte die Auszeichnung gewinnen, die in maßgeblichem, d.h. die Qualität des gesamten Produkts (mit-) bestimmendem Sinne, entweder ganz oder in Teilen digitale Medienformate umfassen.

 

Die Kategorien
Auch die Entwicklung der Kategorien spiegelt den lebhaften Markt wieder: 1995 wurde der Wettbewerb mit den fünf Kategorien "Sonderpreis", "Förderpreis", "Berufliche Bildung und Studium", "Allgemeinbildende Schule" und "Privates Lernen" begonnen. Diese Kategorien bestehen bis heute. In der Kategorie Allgemeinbildende Schule ersetzte die Jury 2000 die bis dahin geltenden Sparten "Mathematik und Naturwissenschaften", "Sprachen" und "Gesellschaft" durch die Sparten "Grundschule", Sekundarstufe I" und Sekundarstufe II". So kann besser auf die inhaltliche Streuung der zur Nominierung vorgeschlagenen Produkte reagiert werden. Sollten z. B. mehrere Mathematikprogramme für unterschiedliche Schulstufen gleich gut sein, während im Sprachbereich kein Programm preiswürdig erscheint, können durch die Anwendung der zweiten Sparten-Alternative zwei Mathematikprogramme in unterschiedlichen Schulstufen ausgezeichnet werden.

 

Ähnlich verhält es sich in der Kategorie "Berufliche Bildung und Studium". Wegen der stetig wachsenden Zahl an Einreichungen für unterschiedlichste berufliche Ansprüche und wegen der Entwicklung von Lernsoftware im Hochschulbereich, gibt es mittlerweile die drei Sparten "Ausbildung", "Weiterbildung" und "Studium".

 

Überdies wurde es im Laufe der Jahre notwendig, neue Kategorien einzuführen. 1997 reagierte die Jury mit der "Online"-Kategorie auf die Tatsache, dass der Online-Sektor an Bedeutung zunahm. Zunächst konnten Offline-Programme über das Internet Updates erhalten oder es wurden Links zur weiteren Information angeboten; später kamen Lernplattformen hinzu. Mit der neuen Kategorie sollte diesem Trend Rechnung getragen werden. In der weiteren Entwicklung zeigte sich, dass mehr und mehr hybride Lösungen entwickelt wurden und dass in Zukunft, im Zuge der stärkeren Vernetzung aller Haushalte und Bildungseinrichtungen mit immer größeren Bandbreiten, die Frage nach offline oder online keine Rolle mehr spielen würde. Daher wurde die Kategorie als überflüssig angesehen und 2001 gestrichen.

 

Das stetig wachsende Angebot an Nachschlagewerken, Enzyklopädien, elektronischen Wörterbüchern und fachspezifischen Lexika bewog die Jury 2000 dazu, die Kategorie "Nachschlagewerke" zu eröffnen. Zum Wettbewerb 2009 wurde diese aufgrund geringer werdender Marktentwicklungen wieder geschlossen. Betroffene Produkte werden nun in den Kategorien "Privates Lernen", "Allgemeinbildende Schule" oder "Berufliche Bildung und Studium" prämiert.

 

Mit der Einführung der Kategorie "Didaktische Werkzeuge" berücksichtigte die Jury im Jahre 2003 die Entwicklung von Produkten, die den Lehr- und Lernprozess technisch/gestalterisch und organisatorisch unterstützen, ohne unmittelbar der Aneignung von Wissen zu dienen. In dieselbe Richtung, jedoch mit sehr viel stärkerer Betonung der technischen Komponente, wies die 2005 eingeführte Kategorie "Pädagogische Systemlösungen". Sie berücksichtigte Produkte, die Lehrkräfte bei der Durchführung computergestützten, vernetzten Unterrichts unterstützen und die Arbeit von Schulsystemadministratoren erleichtern. Ab 2008 wurde auch diese Kategorie im Zuge der Neuausrichtung des digita wieder eingestellt. Dafür wurde 2009 die Kategorie "Organisationsmanagement" an die Seite der "Didaktischen Werkzeuge" gestellt. Seither werden Produkte, die Bildungsinstitutionen bei der Verwaltung, Kommunikation und Planung unterstützen, mit dem digita für Organisationsmanagement ausgezeichnet, während Angebote, die direkt der Vorbereitung und Durchführung von Unterricht dienen, den digita für "Didaktische Werkzeuge" erhalten.

 

In der Wettbewerbsrunde 2011 entschied sich die Jury, die Kategorie "Vorschulisches Lernen" zu etablieren. Sie trug damit der Entwicklung Rechnung, dass immer mehr Produkte für Kinder vor Erreichen des Schulalters angeboten wurden. Diese ließen sich nicht mehr durch die Kategorie "Privates Lernen, unter 10 Jahre" abdecken, da zunehmend auch das institutionelle Lernen in Kitas und anderen Betreuungs- und Lernorten tangiert wurde. In Abgrenzung zum "Vorschulischen Lernen" wurde die erste Sparte im "Privaten Lernen" konsequenterweise von "unter 10 Jahre" in "über 6 Jahre" umbenannt

 

2015 entschied die Jury, die Kategorie "Diagnostik und Förderplanung" einzuführen, um dem wachsenden Angebot von Produkten in diesem speziellen Marktsegment gerecht zu werden und ein Zeichen zu setzen: Gerade im Bereich der Benachteiligten können digital Medien für Betroffen wie deren Begleiter wertvolle Dienste leisten.

 
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